Future Trends in Education (Future.Ed) ist ein Forschungskonsortium der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Osnabrück und der Universität Oldenburg. Gefördert durch zukunft.niedersachsen — ein gemeinsames Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Volkswagenstiftung — geht das Projekt einer zentralen Frage der Bildungsreform nach: Wie lassen sich demokratiebezogene und nachhaltigkeitsbezogene Bildungsinhalte als gesamtschulische Transformation in Schulen verankern? Future.Ed schafft eine längsschnittliche Datengrundlage, die die Kompetenzentwicklung und den Schulwandel in beiden Bereichen über mehrere Jahre verfolgt, und kombiniert eine systemweite Erhebung mit vertieften Untersuchungen in ausgewählten Bereichen.
Die Forschung ist in fünf Creative Units (CUs A–F) organisiert, die jeweils ko-konstruktiv mit Partnerschulen arbeiten und je eine eigenständige Dimension des Modells Organizing Schools for Improvement (Bryk et al., 2010) untersuchen: professionelle Kapazität (CU A), schulisches Lernklima (CU B), Unterrichtssteuerung (CU C), Beziehungen zur Schulgemeinschaft (CU D/E) und — in CU F — die Synthese über das Konsortium hinweg.
Creative Unit F nimmt eine schulkulturtheoretische Perspektive ein. Statt eine einzelne Dimension der Schulentwicklung zu untersuchen, fragt sie übergreifend: Wie gehen Schulen mit Nachhaltigkeits- und Demokratiebildung als Transformationsaufgaben um, auf diskursiver wie auf performativer Ebene? Wie eignen sie sich diese Themen an, übersetzen sie in die Praxis, und was lernen Schüler:innen an Schulen, die sich auf diese Transformation eingelassen haben? Als Syntheseeinheit untersucht CU F zudem die Wechselwirkungen zwischen den Units A bis E und liest die Muster, die entstehen, wenn die Befunde des Konsortiums zusammengeführt werden. Die Einheit bringt Forschende aller drei Konsortialuniversitäten zusammen: an der Leuphana Universität Lüneburg Daniel Fischer, Luisa Kahlke und Claire Grauer; an der Universität Osnabrück Christian Reintjes und Till Kaiser; und an der Universität Oldenburg Till-Sebastian Idel und Sven Pauling.
Luisa Kahlke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland
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