Panel discussion on Promoting Biodiversity in the Carpathians

Panel discussion on Promoting Biodiversity in the Carpathians
Photo by Dmytro Matsiuk / Unsplash

Am 22. Mai 2025 kamen Studierende der Jagiellonen-Universität (Kraków, Polen) und der Leuphana Universität (Lüneburg, Deutschland) im Rahmen des ProBioTIC-Projekts (Promoting Biodiversity through Transdisciplinary Learning Interventions in the Carpathians) zu einer hybriden Podiumsdiskussion zusammen, um Herausforderungen und Chancen eines der biologisch reichsten und ökologisch bedeutendsten Gebirgszüge Europas — der Karpaten — zu erörtern.

Die Veranstaltung versammelte sechs Expert:innen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und politischen Kontexten und bot den Studierenden eine besondere Gelegenheit, Naturschutz, Erhalt und Bildung für Biodiversität in den Karpaten zu diskutieren.

Plakat zur Podiumsdiskussion, ©Leuphana University

Expert:innen im Panel

Das Panel bestand aus:

  • Prof. Dr. Daniel Fischer, Professor of Sustainability Education & Communication, Leuphana Universität, Deutschland (Schwerpunkt: Lerninterventionen und BNE)
  • Dr. Tamara Mitrofanenko, Senior Expert bei der Carpathian Convention und im United Nations Environment Programme, Büro Wien, Österreich (Schwerpunkt: Carpathian Convention und Policy)
  • Prof. Dr. András Báldi, Leiter der Lendület Ecosystem Services Research Group am Centre for Ecological Research, Ungarn (Schwerpunkt: Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in landwirtschaftlich genutzten Flächen)
  • Dr. Agnieszka Nowak-Olejnik, Postdoktorandin am Institute of Geography and Spatial Management, Jagiellonen-Universität, Polen (Schwerpunkt: Ökosystemdienstleistungen und Landnutzungswandel)
  • Dr. Elżbieta Ziółkowska, Postdoktorandin am Institute of Geography and Spatial Management, Jagiellonen-Universität, Polen (Schwerpunkt: Biogeografie und Landschaftsökologie)
  • Dr. Dominik Kaim, Postdoktorand am Institute of Geography and Spatial Management, Jagiellonen-Universität, Polen (Schwerpunkt: Raumanalyse und Landnutzungsplanung)
  • Moderation: Senan Gardiner.

Das Panel nahm komplexe Herausforderungen der Karpaten-Region in den Blick und diskutierte, wie transdisziplinäre Ansätze sowohl die Schutzergebnisse als auch das öffentliche Verständnis stärken können. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragen nach den am stärksten bedrohten Biodiversitäts-Hotspots in den Karpaten, nach den Auswirkungen des Tourismus auf Landnutzung und lokale Gemeinschaften und nach den Effekten traditioneller und moderner Agrarpraktiken auf die regionale Biodiversität. Weitere Fragen betrafen Chancen und Schwierigkeiten von Kooperationen über Disziplinen, Sprachen, Kulturen und Governance-Systeme hinweg, Citizen-Science-Ansätze sowie die Synergien zwischen Biodiversitätsschutz und anderen Sustainable Development Goals.

Eine gemeinsame Lernerfahrung

Die Podiumsdiskussion gab den Studierenden nicht nur wertvolle Einblicke in Biodiversitätsforschung und policy-relevante Entwicklungen in der Region — sie unterstrich auch, wie wichtig transdisziplinärer und sektorübergreifender Dialog für das Erreichen von Naturschutzzielen ist. Diese Erkenntnisse werden besonders wertvoll, wenn die Studierenden ihre eigenen interdisziplinären Lerninterventionen entwickeln, die komplexe Biodiversitätsfragen in lokal verankerte, bildungswirksame Aktivitäten übersetzen, die in der Karpaten-Region umgesetzt werden können.