Nachhaltigkeit gesamt-institutionell: Wie der Whole Institution Approach in der non-formalen Ernährungsbildung wirkt
In einer neuen Studie in der Zeitschrift Haushalt in Bildung & Forschung untersuchen Verena Staudinger, Daniel Fischer und Jorrit Holst, wie sich der Whole Institution Approach — ein Ansatz zur gesamt-institutionellen Förderung von Nachhaltigkeit — in der non-formalen Bildung umsetzen lässt.
Die Studie nimmt sieben non-formale Einrichtungen mit Ernährungsbildungsangeboten für Erwachsene in den Blick und arbeitet jene Spezifika heraus, die die Umsetzung eines gesamtinstitutionellen Nachhaltigkeitsansatzes in diesem Kontext prägen. Die Autor:innen identifizieren Bedingungen, Hindernisse und Potenziale des Ansatzes und schließen damit eine Forschungslücke: für non-formale Bildungseinrichtungen lagen bislang kaum Befunde dazu vor, wie sich der Whole Institution Approach jenseits des formalen Bildungssystems anwenden lässt.
Der Beitrag verdeutlicht, dass die strukturellen Besonderheiten non-formaler Einrichtungen — Teilnahmefreiwilligkeit, freiwilliges Engagement der Beteiligten, schmale finanzielle Ressourcen — den Übertragungsprozess prägen, zugleich aber auch eigene Spielräume für nachhaltigkeitsorientiertes Lernen und institutionelle Verankerung eröffnen.
Abstract:
Der Whole Institution Approach ist ein Ansatz zur gesamt-institutionellen Förderung von Nachhaltigkeit. Für Einrichtungen der non-formalen Bildung liegen bislang kaum Studien dazu vor, wie solche Ansätze genutzt werden. Diese Studie untersucht sieben non-formale Einrichtungen mit Ernährungsbildungsangeboten für Erwachsene, zeigt Spezifika der non-formalen Einrichtungen auf, die die Umsetzung beeinflussen, und skizziert das Potenzial des Ansatzes.
Bibliographische Angabe:
Staudinger, V., Fischer, D. & Holst, J. (2026). Nachhaltige Ernährungsbildung in der non-formalen Bildung: Potenziale des Whole Institution Approachs. Haushalt in Bildung & Forschung, 15(1), 14–27. https://doi.org/10.3224/hibifo.v15i1.02