ProBioTIC project at Forum Carpaticum 2025

Das 8. Forum Carpaticum fand vom 9. bis 11. September 2025 in Bratislava (Slowakei) statt und brachte Forschende, politische Entscheidungsträger:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen zusammen, um nachhaltige Entwicklung in der Karpaten-Region voranzubringen.

Unter dem Motto „Taking stock and building partnership for sustainable development of mountain and rural areas" beleuchtete die Konferenz die Verflechtung sozialer, politischer, ökologischer und wirtschaftlicher Herausforderungen der Region und legte besonderes Gewicht auf zwei Themen, die für die Zukunft der Karpaten zentral sind:

  • Fähigkeiten aufbauen und Teilhabe von benachteiligten und marginalisierten Gruppen in ländlichen und gebirgigen Räumen über die soziale und solidarische Ökonomie (SSE) fördern.
  • Transdisziplinäre, wirkungsorientierte Forschung stärken, die natur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven verbindet.

ProBioTIC und studentische Teilnahme am Forum

ProBioTIC war am Forum aktiv beteiligt: Senan Gardiner stellte den transdisziplinären Projektansatz vor und zeigte dessen Bedeutung für Nachhaltigkeitsfragen in den Karpaten auf. Die studentischen Seminarprojekte wurden auf der begleitenden „Carpathian Fair" präsentiert, wo die Studierenden mit Forschenden, Praktiker:innen und politischen Entscheidungsträger:innen ins Gespräch kamen.

Einer der studentischen Vortragenden, Kevin Hecht, stellte Einblicke aus dem Gruppenprojekt zu Citizen Science in den Karpaten vor. Das Projekt war entstanden, nachdem die Gruppe eine zentrale Lücke in der Region identifiziert hatte: die fehlende Vernetzung und Sichtbarkeit bestehender Citizen-Science-Initiativen. Nach mehreren Stakeholder-Interviews schlug die Gruppe vor, ein zentrales Netzwerk für Citizen-Science-Projekte aufzubauen, über das Forschende und Beteiligte aus der gesamten Region Wissen austauschen und Aktuelles teilen können.

Für Kevin war die Teilnahme am Forum Carpaticum „engaging and empowering" — sie bot die Gelegenheit, unmittelbares Feedback einzuholen, mit Expert:innen aus der Region in Kontakt zu kommen und die größere Tragweite der eigenen Arbeit zu erkennen. Die Erfahrung hat dem Team auch gezeigt, wie studentisch entwickelte Ideen Eingang in breitere politische Debatten finden können — und ihnen Rückenwind gegeben, das Projekt weiter zu schärfen, damit es den Wissensaustausch innerhalb des Carpathian-Convention-Rahmens besser unterstützen kann.

Beitrag zur Carpathian Convention

Die Erkenntnisse und Empfehlungen aus den ProBioTIC-Vorträgen und studentischen Beiträgen auf dem Forum Carpaticum fließen direkt in die politischen Prozesse der Carpathian Convention ein. Die dokumentierten Ergebnisse werden an Dr. Tamara Mitrofanenko übergeben und mit dem Carpathian Convention Implementation Committee sowie später mit zwei der Arbeitsgruppen der Convention geteilt: Biodiversity und Sustainable Agriculture and Rural Development (SARD).

Diese Ergebnisse werden in künftige Entscheidungen der Steuerungsgremien der Convention einfließen. Sie werden zudem in Policy Briefs und einen Handlungsleitfaden für regionale Entscheidungsträger:innen überführt und über etablierte Netzwerke in Wissenschaft und Politik verbreitet.