Ab auf den Acker: Studierende der Leuphana gestalten die neue CampusAckerdemie
Seit März 2026 lernen Lehramtsstudierende der Leuphana auf einer neuen 50-Quadratmeter-Ackerfläche in Campusnähe, wie ein Schulgarten aufgebaut und geführt wird — geleitet von Dr. Sabine Richter (Sachunterricht) und Nina Janßen (Biologie), begleitet vom Verein Acker.
Fröhliches Geplauder mischt sich mit Vogelgezwitscher an einem sonnigen Frühlingsmorgen, als Lehramtsstudierende der Leuphana die ersten Pflanzen in die Erde setzen. Seit März 2026 nimmt eine rund 50 Quadratmeter große Freifläche in direkter Nähe des Zentralgebäudes der Universität Gestalt an: die CampusAckerdemie, ein neuer Lehrgarten, in dem Studierende lernen, wie man einen Schulgarten führt — und später gemeinsam mit den eigenen Schüler:innen einen Gemüsegarten anlegt.

Zwei Lehramtsseminare eröffneten das Sommersemester 2026 auf der neuen Fläche — eines im Sachunterricht, eines in der Biologie — geleitet von Dr. Sabine Richter vom Institut für Bildung für nachhaltige Entwicklung und transdisziplinäre Forschung (SETRI) und Nina Janßen vom Chemie-Institut. Vom Verein Acker begleitet Ackercoach Katja Frielinghaus die Gruppe ehrenamtlich: welche Pflanzen und welches Saatgut eingesetzt werden, wie breit der Abstand zwischen den Reihen sein sollte, und Gärtnerweisheiten wie die Regel „Einmal hacken spart dreimal gießen". Auf diese Weise erwerben die Studierenden die landwirtschaftlichen Grundlagen des Gemüseanbaus und die Fähigkeiten, um den Gemüsegarten als praxisnahen Lernort an Schulen und Kitas einzurichten und zu betreuen.
Die CampusAckerdemie ist Teil eines Programms des gemeinnützigen Vereins Acker e.V., der auf die Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana zugegangen ist, um Campus-Ackerflächen an lehrer:innenausbildenden Hochschulen zu etablieren. Der Verein unterstützt von der Standortwahl über die Einrichtung der Fläche bis hin zu einem erprobten Seminarplan, Lernheften und einer Onlineplattform. Die Vorarbeiten — das Entsiegeln der ehemaligen Pflasterfläche am alten Vamos-Standort, der Bodenaustausch, der Zaunbau und die Wasseranbindung — wurden aus dem Klimafonds der Leuphana finanziert, in den Ausgleichszahlungen für dienstliche Reisen fließen und der daraus Klimaschutzprojekte auf dem Campus fördert; die CampusAckerdemie ist eines seiner beiden ersten Projekte. Gartengeräte, Hochbeete und der Eigenanteil der Leuphana am Programm werden von der Bingo-Umweltstiftung getragen.




Lehramtsstudierende beim Setzen der ersten Gemüsepflanzen an der CampusAckerdemie. (©Jennifer Fandrich/Leuphana)
Zentrale Zielgruppe sind angehende Lehrkräfte; perspektivisch sollen sich auch Studierende der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften mit Schulgartenarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen können. Die Seminare treffen sich nun wöchentlich auf der Fläche, und wenn im Frühsommer der erste Kohlrabi, Salat und die ersten Erbsen reif sind, haben die Studierenden ihren eigenen Bezug zur Herkunft von Lebensmitteln aufgebaut — einen Bezug, den sie später in ihre Klassenzimmer tragen können, wenn ihre Schüler:innen einen eigenen Schulgarten anlegen.
Mehr erfahren: Das CampusAckerdemie-Programm des Vereins Acker e.V.
Text basiert auf einer Pressemitteilung von Jennifer Fandrich.
Dieses Projekt wurde durch die Bingo-Umweltstiftung gefördert.