Österreichischer Sustainability Award 2026: Daniel Fischer in der Jury
Am 9. Juni 2026 wurde im Wiener Marmorsaal der österreichische Sustainability Award 2026 verliehen. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) zeichnet seit 2008 herausragende Projekte österreichischer Hochschulen aus, die zur Transformation in Richtung nachhaltige Entwicklung beitragen. Daniel Fischer war als Jurymitglied an der Bewertung der eingereichten Projekte beteiligt.

Aus insgesamt 133 Einreichungen österreichischer Universitäten und Hochschulen wählte die unabhängige Jury zwölf Projekte aus: pro Kategorie ein Gold- und zwei Silber-Auszeichnungen. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien Lernen, Forschen, Kooperieren und Verankern vergeben.
Über seine Erfahrung als Jurymitglied schreibt Daniel Fischer:
„Seit 2008 feiert Österreich mit dem Sustainability Award bereits herausragende Initiativen, die sich mit Fragen der Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre, Kooperation und Institutionalisierung befassen. Gerade in schwierigen Zeiten, in denen sich im öffentlichen Diskurs lautstarke Meinung, gefühlte Wahrheiten und mitunter auch offene Wissenschaftsfeindlichkeit breit machen, sticht der Wert von Initiativen umso stärker hervor, die sich um Verständigung, Lösungsorientierung und das Einsetzen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft bemühen — trotz aller Widerstände und oft da, wo man es gar nicht vermutete. Der Austausch mit den Aktiven hinter diesen Initiativen war für mich ein echtes Highlight und Motivationsboost. Ich bin dankbar, dass ich als Jurymitglied dabei sein durfte."
Die Preisträger:innen 2026
Gold ging an vier Projekte, die exemplarisch zeigen, wie Hochschulen Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung, Kooperation und institutioneller Verankerung übersetzen:
- Lernen — Gold: Masterstudiengang „Architektur – Fit für die BAUwende" (Fachhochschule Kärnten). Silber: „Future Water 2025" (TU Graz mit University of Arizona) und „Multinational Corporations and Circular Economy" (WU Wien).
- Forschen — Gold: „TealHelix" (BOKU University) — ein wissenschaftlich fundierter Ansatz für transparente Nachhaltigkeitskennzeichnung von Lebensmitteln. Silber: „Klagenfurt wird klimaneutral – Teilhabe und Gerechtigkeit in der Stadt der Zukunft" (Universität Klagenfurt) und „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsforschung" (BOKU University).
- Kooperieren — Gold: „BeEcoVie I und II" (BOKU University und TU Wien) — ein kooperativer Ansatz zur bienen-ökologischen Raumplanung mit dem KI-gestützten Tool hive.city. Silber: „New Horizon" (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik) und „smartIBK – mein Leben in der Smart City Innsbruck" (Universität Innsbruck).
- Verankern — Gold: „greenCCR – Krebs nachhaltig bekämpfen" (Medizinische Universität Wien) — ein Projekt, das nachhaltige Praktiken in der medizinischen Forschung verankert. Silber: „Nachhaltige Labore: Bewusstsein in Aktion" (Institute of Science and Technology Austria) und „True costs: Pflanzliche Ernährungspräferenzen fördern in der Betriebsgastronomie" (Universität Salzburg).
Trophäe und Jubiläum

Der Sustainability Award wird 2026 zum zehnten Mal vergeben. Zum Jubiläum wurde eine neue Trophäe entwickelt: ein schwebendes Möbiusband aus pflanzlich gegerbtem Blankleder, gestaltet von Paul Mittnik in Zusammenarbeit mit Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien. Die endlose Form steht sinnbildlich für Kreisläufe, Verbundenheit und die Komplexität nachhaltiger Entwicklung.

Die Verleihung war zugleich eine Vernetzungsveranstaltung, die ausgezeichnete Projekte aus ganz Österreich zusammenführte. Die organisatorische Durchführung lag wie in den Vorjahren beim Forum Umweltbildung. Eine ausführliche Vorstellung aller eingereichten Projekte erscheint in der digitalen Publikation zum Award.
Weitere Informationen zum Sustainability Award 2026 und allen Preisträger:innen: umweltbildung.at.