Was wäre, wenn Schulen wie Unikliniken wären? Eine Lüneburger Vision der Universitätsschule

Was wäre, wenn Schulen wie Unikliniken wären? Eine Lüneburger Vision der Universitätsschule
Photo by Maksym Ivanov / Unsplash

In einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift Pädagogische Führung skizzieren Marc Kleinknecht, Katharina Neuber, Daniel Fischer, Alexander Gröschner und Klaus-Peter Nieschulz das Konzept einer Universitätsschule für die Region Lüneburg.

Der Beitrag adressiert ein bemerkenswertes Desiderat: Im Gegensatz zu Universitätskliniken existieren für Universitätsschulen bislang keine etablierten Standards. Vor diesem Hintergrund zeichnet die Autorengruppe den historischen Bogen von den Reformpädagogiken des frühen 20. Jahrhunderts bis zu jüngeren Gründungen wie der Universitätsschule Dresden und der Heliosschule Köln und identifiziert die zentrale Forschungs- und Entwicklungslücke: das systematische Zusammenspiel von Ausbildung, Forschung und evidenzbasierter Schulentwicklung.

Skizziert wird die Idee eines Lehr-Lern-Orts, der drei Funktionen integriert: praxisnahe Lehrkräftebildung, anwendungsorientierte Bildungsforschung und kontinuierliche Schulentwicklung. Die so entstehende Win-Win-Win-Situation verbindet die Perspektiven von Schulen, Hochschulen und Bildungsadministration und macht Universitätsschulen zu produktiven Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Praxis.

Abstract:
Ein Projektbericht aus Lüneburg: Der folgende Beitrag adressiert das Desiderat fehlender Standards für Universitätsschulen – im Gegensatz zu Universitätskliniken. Er zeigt die Forschungs- und Entwicklungslücke auf und skizziert eine Idee für einen Lehr-Lern-Ort, der Ausbildung, Forschung und evidenzbasierte Schulentwicklung systematisch verbindet.

Bibliographische Angabe:
Kleinknecht, M., Neuber, K., Fischer, D., Gröschner, A. & Nieschulz, K.-P. (2026). Universitätsschule: Win-Win-Win-Situationen schaffen! Pädagogische Führung, 37(2), 67–70.